Mittwoch, 31. Dezember 2008

La Ciudad

Hallo aus La Ciudad (Mexico City)!

Dank zwei mal Umsteigen und einer Reisedauer von mehr als 24 Stunden war unsere Anreise sehr anstregend, aber nun sind wir gut angekommen.
Die Fluege waren dennoch interessant, denn wir konnten z.B. viel vom verschneiten Kanada und von New York sehen, und am Flughafen von Newark gab es ein Paradebeispiel, wie man eine brav und ordentlich anstehende Warteschlange von 100 Leuten in ein totales Chaos verwandeln kann. "Bitte zuerst alle Premiumkartenbesitzer einsteigen, dann die Passagiere der ersten Klasse.. nun alle Familien mit Kindern bis 4 Jahren, dann alle Passagiere der Reihe 1 bis 5.. nun die Passagiere von Reihe 20 bis 25, und dann.." - naja, Ihr seht, wie das ablief.
In Mexiko angekommen ist alles erstmal sehr nett. Temperaturen um 20 Grad, Sonnenschein, sehr nette Leute, und weit weniger bedrohliche Szenarien, als ich sie vermutet haette.
Ich frage mich, wo sich die 21 Millionen Menschen, die es hier mehr als in Berlin gibt, denn wohl verstecken. Gut, die Autos sind hier deutlich dominanter, aber die Unterschiede zu einer europaeischen Grossstadt halten sich einem ersten Eindruck nach sehr in Grenzen.

Das hier sind zwar die Vorbereitungen fuer eine grosse Sylvesterparty, aber man erkennt erst auf den zweiten Blick, dass es sich nicht um die Strasse des 17. Juni in Berlin handelt, oder? Die Goldelse ist zwar "geklaut", aber dennoch schon zu einem Wahrzeichen dieser Stadt hier geworden.

Interessant ist auch, was einem hier waehrend eines normalen Mittagessens in einem Restaurant so alles zum Kauf angeboten wird. Den Zeitungsverkaeufer zur Nachspeise kennt man ja schon, aber hier gab es waehrend ca. 30 Minuten folgendes im Angebot:
- Topfpflanzen wie Yukkapalmen oder Elefantenfuesse (4 verschiedene von 4 verschiedenen Verkaeufern)
- Tischdecken
- Gardinen
- Fruehlingsstraeucher
- Handytaschen
- Geldbeutel
- Gitarren
Wieder in der Heimat werde ich die harmlosen Stoerfaktoren bei einem Restaurantbesuch auf jeden Fall mit anderen Augen sehen.

Hier noch ein sehr positiver Aspekt wie ich finde: der in Deutschland anhaltende Trend zu den Kindergroessen bei Bierflaschen ist hier nicht zu entdecken. Gegen ein kleines Bierchen (1.2L) am Abend ist doch nichts einzuwenden ;-)

Dies nur kurz als Lebenszeichen von uns.. wir halten Euch auf dem Laufenden.
Hasta luego!
C & A

Montag, 29. Dezember 2008

Vamos!

Hallo liebe Leser,

Heute beginnt nun unsere Reise, und ich nutze die kurze Zeit in der S-Bahn, um allen, denen ich es nicht mehr persönlich sagen konnte, hiermit einen guten Start in das Jahr 2009 zu wünschen!
(Meinen Internet-Anschluss habe ich fristgerecht gekündigt, daher diese mobile Variante.) Apropos Kommunikation: so sehr ich mich auch über SMS von Euch freue, bitte greift angesichts des für den im Ausland befindlichen Empfänger zu zahlenden Preises lieber auf das Medium E-Mail zurück, darüber freue ich mich ebenso :-)
Nun denn, wenn alles planmäßig verläuft, so werden wir in 24 Stunden bei angenehmen 20-25 Grad in Mexiko City unser Jetlag und den ersten Kulturschock bekämpfen.
Bis bald, und übertreibt es nicht mit dem Feiern ;-)
A.

Samstag, 13. Dezember 2008

Technik, die begeistert

Nachdem mir die erste Kartenvariante aufgrund der Gesetzlage zu unsicher erschien (GoogleMaps-Screenshots dürfen nicht ohne weiteres veröffentlicht werden), und mir die zweite Variante rein optisch nicht wirklich gefällt, hier nun eine Karte, mit der ich rundum zufrieden bin.
Die Ausarbeitung hat etwas Zeit in Anspruch genommen, aber dank der GoogleMaps-API gibt es jetzt viele Möglichkeiten, Euch mit unserer Reiseplanung und auch dem Reisefortschritt vertraut zu machen.
Die Linien zeigen unseren Flugstrecke sowie die nach wie vor eher willkürliche Strecke zwischen dem Startpunkt Mexico City und dem Endpunkt Panama City unserer Landreise.
Dazu gibt es ein paar Markierungen mit näheren Infos (draufklicken) sowie die Möglichkeit, z.B. auf die Satellitensicht zu wechseln oder Details näher heranzuzoomen.
Ich plane, diese Karte immer ganz oben im Blog anzuzeigen, sowie bei jedem neuen Blogeintrag während der Reise unsere bereits zurückgelegte Strecke in der Karte einzutragen. Wenn DAS nicht schick (von google) ist, was dann? :-)

(Die Karte ist nach oben gewandert und hier nicht mehr sichtbar)

Freitag, 5. Dezember 2008

Das Ozonloch schlägt zurück

Ja, liebe Leserinnen und Leser, Ihr seht richtig: das lange Warten hat ein Ende! Es gibt wieder neue Abenteuer, die fernab der europäischen Kultur erlebt werden wollen und die ich hier an dieser Stelle mit Euch teilen möchte. Nur ich? Nein, ich werde nicht alleine reisen. Begleiten wird mich meine Freundin Claudia, bzw. ich werde sie begleiten. Denn es war ihre Idee, eine längere Zeit in Mittamerika zu verbringen. Die längere Zeit sind 6,5 Wochen, was für berufstätige Menschen selbst bei einem sehr flexiblen Arbeitgeber schon eine lange Urlaubsdauer ist, wie ich finde. Oder, um es von der anderen Seite aus schönzureden: wenn man noch länger wegfährt, wird es ja irgendwann langweilig und man kann sich garnicht mehr für all die interessanten Menschen & Dinge begeistern, die einem so begegnen.

Start wird in ca. 4 Wochen sein, und falls jemand tolle Tipps haben sollte, was man an Sylvester in Mexico City so unternehmen kann (und was man besser nicht unternehmen sollte), dann sind diese hier natürlich gerne gesehen.

Da mir hier im Lande ja noch eine vollwertige PC-Ausrüstung zur Verfügung steht und ich im Gegensatz zu den diversesten Internet-Cafes, die uns so begegnen und eher an ein Computermuseum erinnern werden, hier uneingeschränkt arbeiten kann, habe ich keine Kosten und Mühen gescheut, Euch eine kleine Übersichtskarte zu basteln.

(Ein Klick vergrößert das Ganze auf eine auch für Nicht-Adleraugen lesbare Größe)

Bislang sind nur der Hin- und Rückflug gebucht, sowie die ersten paar Übernachtungen in Mexico City. Wie sich das für Backpacker gehört, ist der Rest dem Zufall, dem Schicksal, der Intuition, den aktuellen Interessen sowie unserem treuen Reiseführer Lonely Planet überlassen.
(Die rote Linie zwischen Start und Ende ist eine mögliche Route, jedoch ganz ohne besondere Beachtung der geographischen Gegebenheiten gezeichnet.)

Also, bis demnächst an dieser Stelle.
A.

Montag, 17. Dezember 2007

Von Sommer auf Winter in 24 Stunden

Dieses Kunststueck werden wir morgen bewerkstelligen, wenn wir von Brisbane via Hong Kong nach Frankfurt fliegen. Wir sind auf jeden Fall vorgewarnt, was das Wetter angeht und werden uns moeglichst warme Kleider bereithalten. Immerhin regnet es hier heute noch mal richtig, um uns den Abschied etwas leichter zu machen, aber so viel leichter ist es dann auch nicht :(
In den letzten Tagen konnten wir auf jeden Fall noch schoen enstpannen, was nach den erlebnisreichen letzten Wochen auch noetig war. Zudem konnten wir beim "Steve Irwin (Crocodile Hunter) des Surfens" mit 3 Tagen Unterricht eine gewisse Grundkenntnis im Surfen aufbauen. Wir beide schafften es ohne groessere Probleme, uns auf dem Brett stehend 50 bis 100 Meter am Stueck von einer Welle tragen zu lassen. Wow! Und nach 2-3 Stunden im Wasser und Welle um Welle (und Liter um Liter Salzwasser, das man verschluckt) ist man auch ganz schoen erledigt. Jetzt fehlt nur noch die Moeglichkeit, diese Grundkenntnis bald weiter auszubauen.
Es gibt noch einige Bilder, Geschichten und sonstige Dinge, die ich im Rahmen dieses Blogs mitzuteilen haben, also schaut ruhig weiter ab und zu mal hier vorbei.

Bis bald in Deutschland
A.

Freitag, 14. Dezember 2007

Ein wuerdiger Abschluss

Wir waren uns nicht sicher, ob wir die letzten Tage unserer Reise in Noosa oder in Byron Bay verbringen sollten. Wichtig war uns nur, ein paar Tage an einem Ort bleiben zu koennen, der eine entspannende Atmosphaere, einen schoenen Strand und die Moeglichkeit zum Surfen bietet.


Einer der Nebenstraende von Byron Bay

Noosa war ja schon recht schoen, aber als wir gestern hier in Byron Bay ankamen, war uns sofort klar, dass wir einen mehr als wuerdigen Ort fuer den Abschluss unserer Australien-Tour gefunden hatten. Eine sehr lebendige Atmosphaere, ohne jedoch zu viel junges Partyvolk um sich zu haben (wie z.B. im wirklich anstrengenden Airlie Beach), die richtige Mischung aus Natur und Zivilisation, unglaubliche Ausblicke auf den Ozean, quallenfreie Badestraende, einen Zeltplatz, der Ruhe als oberstes Gebot hat und und und.. wir sind mehr als gluecklich!


Der oestlichste Punkt des australischen Festlandes. Einige Hardcore-Jogger laufen die steile Strecke bis dort runter und zurueck. Wuerde das Ju Tai Jutsu-Training hier und nicht in Berlin stattfinden, muessten wir wohl bisweilen das gleiche als Aufwaermuebung tun. Ich weiss nicht, ob ich die schoene Aussicht dabei wirklich geniessen koennte :)


Zelt und Auto links gehoeren zu uns. Sehr gepflegt, sehr ruhig.. ein Traum von einem Zeltplatz!


Nicht nur auf den Campingplaetzen, sondern auch in den meisten oeffentlichen Parks in Australien gibt es kostenlose nutzbare Barbeque-Grills.


Bei 6 Euro 50 fuer ein Kilo Riesengarnelen nimmt man auch mal etwas Vorarbeit in Kauf

Hier werden wir bis Sonntag oder Montag bleiben, um dann am Dienstag in unseren Flieger nach Hong Kong und dort in die Maschine nach Frankfurt einzusteigen.
Dieser Aufenthalt duerfte mit Abstand unser laengster an einem Ort werden, denn bislang hielt es uns maximal 1 bis 2 Tage an einem Ort. Nicht gerade entspannend, aber wir wollten ja auch viel von Land und Leuten sehen und erleben.
Heute nachmittag werden wir Surfunterricht nehmen und uns fuer die naechsten Tage ein Surfbrett ausleihen. Die Wellen hier sind einfach zu verlockend :)

Noch eine Frage von mir an die Tauchspezies unter Euch. Wir waren ja kuerzlich Schnorcheln, und da konnten wir auch ein ca. 1 Meter langes Exempar der hier abgebildeten Spezies aus der Naehe beobachten. Weiss jemand, um was fuer eine Art es sich handelt? (Das Bild habe ich uebrigens zufaellig auf diesem Computer im Internetcafe gefunden.)

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Fraser Island

Die letzten beiden Tage verbrachten wir auf Fraser Islands, der groessten Sandinsel der Welt. Bis auf wenige Ausnahmen besteht diese ca. 120 x 15 km grosse Insel ausschliesslich aus Sand. (Die Experten streiten sich noch, ob hier tatsaechlich mehr Sand existiert als in der Sahara.)
Vor die Wahl gestellt, ob wir die Insel mit einer gefuehrten Tour oder lieber auf eigene Faust erkunden wollen, entschieden wir uns fuer das letztere. Die Insel darf nur mit Fahrzeugen mit 4-Radantrieb befahren werden, und den Spass dieser Fahrweise wollten wir uns nicht entgehen lassen.
Nach der Ueberfahrt mit der Faehre ging es auch gleich richtig los: der Sand liess unseren Jeep alles andere als stabil fahren, und auch die vielen zum Teil recht hohen Unebenheiten machten die Fahrt zu einer sehr wackeligen Angelegenheit. Probleme bekommt man hier aber erst, wenn man im Sand stecken bleibt. Uns selbst blieb das zum Glueck dank umsichtiger Fahrweise erspart, aber an einigen Passagen war es schon recht heikel.


Zwar alles auf Sand gebaut, aber dennoch recht gruen


Der Sand sieht hier recht flach aus, jedoch brachte er uns und unseren Jeep teilweise ganz schoen ins Schwitzen

Nachdem wir einige Zeit im Mangroven- und Regenwald des inneren Teils der Insel gefahren sind, erreichten wir schliesslich die Ostkueste. Dort war der Sand relativ fest, jedoch war es uns aus Sicherheitsgruenden nicht erlaubt, 2 Stunden vor und nach der Flut zu fahren. Es gibt wohl zahlreiche Jeeps, die hier schon steckengeblieben und vom Meer verschluckt worden sind.


Bisweilen ging es auch durch kleinere Baeche und Fluesse. Man kann es vielleicht nicht ganz deutlich sehen, aber Stefan hatte bei dieser Durchfahrt wirklich seinen Spass :)


Der Oststrand ist 75 Meilen lang und verlaeuft fast ueberall so gerade wie hier


Hier das Wrack der Maheno, das seit 1935 hier am Strand vor sich hin rostet

Die Nacht verbrachten wir auch hier stilgerecht in unserem Zelt. Da man nach Sonnenuntergang hier wirklich nicht mehr viel unternehmen kann, hiess es bereits um 20 Uhr "Licht aus!". Dafuer hatten wir am naechsten Morgen auch keine Probleme damit, um 4.45 Uhr aufzustehen, um noch vor der Flut die Nordspitze der Insel namens Indian Head zu erreichen.


Nach dem Zeltaufbau nutzen wir den steilen Aufstieg, um uns etwas Bewegung und einen schoenen Blick auf unser Nachtlager zu verschaffen.

Nachdem wir und unser treues Vehikel am naechsten Morgen die Schikanen des tiefen Sandes im noerdlichen Standabschnitt ueberwunden haben, nutzen wir die 4 Stunden flutbedingte Wartezeit, um auf dem Indian Head die Aussicht zu geniessen.


Auch hier geht es recht steil nach unten


Das flache, klare Wasser erlaubte uns, einiges an Lebewesen zu sichten. Von diesem Punkt aus konnten wir eine Meeresschildkroete, 3 Haie und 4 Schweden beobachten. (Die Schweden hinter uns beim Kaffee-Trinken :)